Kennen Sie das? Man arbeitet hochkonzentriert und effektiv, die eigene Produktivität schafft ein wohliges Bauchgefühl, der sogenannte „Flow“ setzt ein. Plötzlich kommt ein zeitfressendes Hindernis. Es bremst Sie komplett aus und Ihr wohliges Bauchgefühl weicht dem langsam aufsteigenden Ärger…

 

Stopp! Nicht darüber ärgern. Kennen Sie das Pareto Prinzip?

Das Pareto Prinzip beziehungsweise das Verhältnis 20:80 besagt, dass man bei Konzentration auf die wichtigsten Aufgaben in 20 Prozent der Arbeitszeit 80 Prozent der Wirkung erreicht. Dementsprechend besagt es allerdings auch, dass die anderen 80 Prozent der Zeit und Bemühungen nur 20 Prozent Ergebnisse liefern.Pareto eighty twenty principle

Sie können also beruhigt sein, es ist ganz normal, dass sich Ihr Tag in effektive Zeiten und weniger effektive Zeiten einteilt. Für den BWLer allerdings, ist dieses doch etwas unergiebige Verhältnis eine wahre Fundgrube für verstecktes Potential. Er fragt sich, wie man es bewerkstelligen könnte, dieses Verhältnis zu beeinflussen und generell mehr Effektivität für sich oder seine Mitarbeiter zu schaffen?

Hierfür gibt es im Bereich des Zeitmanagements die nach dem ehemaligen amerikanischen Präsident Herr Dwight D. Eisenhower benannte Eisenhower-Matrix. Herr Eisenhower  soll gesagt haben, dass die dringlichsten iStock_Eisenhower StampEntscheidungen, selten die wichtigsten sind.1

Elementar bei dem Zeitmanagement nach dem Eisenhower Prinzip ist die Einteilung der Aufgaben und der Probleme in die zwei Kriterien: Dringend und Wichtig.

Dabei ergeben sich vier Möglichkeiten:

Dringlich und wichtig. (= Sofort machen)

Dringlich, aber nicht wichtig. (= Von jemanden anderen machen lassen)

Wichtig, aber nicht dringlich. (= Entscheiden, wann Sie es machen)

Nicht wichtig, nicht dringlich. (= Später machen lassen oder nicht machen)

Mich beruhigt die Sicht aus der Pareto Perspektive: Jeder Mensch steht ständig vor immer neuen kleinen und großen Herausforderungen und wird im Arbeitsablauf gestört. Tief in einem verwurzelt ist der Gedanke, dass ein Leben ohne Herausforderungen, Probleme und Störungen den Normalzustand darstellt. Allerdings stimmt dies nicht und es ist realistischer davon auszugehen, dass „irgendwas immer ist“. Jede Herausforderung wird zur Kenntnis genommen und beharrlich mit einem guten Zeitmanagementsystem einsortiert und in seinem individuellen Arbeitsrhytmus erledigt.

Ich empfehle Ihnen daher aus der Welt der BWL die Mittel Pareto Prinzip 20:80 zur Beruhigung und die Eisenhower-Matrix für eine sanfte Verbesserung der Ich-habe-keine-Zeit-Krankheit.

Bleiben Sie frisch und munter. Ihre KETHINCKA

Goethe Zeit

 

1 Krogerus, M. und Tschäppeler R., 50 Erfolgsmodelle, Kein&Aber, 2008, Zürich

 

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